GALERIE ALTE SCHMIEDE ZIETHEN

Kunst und Handwerk am Rande des Grumsiner Buchenwaldes

Künstlerinnen und Künstler  stellen sich vor


Die Mischpalette

Die Mischpalette - das sind Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Kurses Malen-Zeichnen-Drucken der KVHS Uckermark in Angermünde. Seit September 2012 malen und zeichnen sie in unterschiedlicher Besetzung unter fachkundiger Anleitung der Uckermärker Malerin, Grafikerin und Keramikerin Susanne Hoppe. Es sind Leute verschiedenster Berufe und unterschiedlichen Alters, die in ihrer Freizeit Aquarelle, Zeichnungen, Pastelle, Federzeichnungen, Kaltnadelradierungen und Drucke herstellen. Auch ihre künstlerische Biografie unterscheidet sie voneinander; Anfänger und Teilnehmer mit langjähriger Unterrichtserfahrung bei verschiedenen professionellen Künstlern arbeiten hier miteinander. Ihre Motive sind so vielfältig wie die Gruppe selbst-Landschaften, Stadtansichten, Körperstudien, Porträts, Stillleben und abstrakte Kompositionen. Es sind simple Beweggründe, welche die Teilnehmer künstlerisch tätig werden lassen: in erster Linie haben sie alle großen Spaß am Malen. Es bedeutet, kreativ zu sein, etwas Neues, Individuelles zu schaffen. Einige können sich dabei vom Alltag entspannen, andere möchten mit den entstandenen Werken Menschen glücklich machen oder sich ausleben - je nach aktueller Stimmung. Nicht zuletzt ist es eine persönliche Bestätigung, die eigene Entwicklung mitzuverfolgen und Fortschritte zu erleben.

Um Malpausen zwischen den KVHS-Kursen zu vermeiden und „am Pinsel zu bleiben“, traf sich die Gruppe im letzten Jahr spontan bei einigen Teilnehmern zu Hause. Die entstandenen Bilder werden dann gemeinsam mit der Kursleiterin ausgewertet.

Die „Mischpaletten“-Teilnehmer freuen sich auf ihre erste Ausstellung in der Galerie Alte Schmiede in Groß Ziethen am 2.April 2016.

Felicitas Borchardt (Kulturmanagerin), Heike Dickmann (Lehrerin), Andreas Eberler (Architekt), Kristina Eberler (Bauingenieurin), Heidemarie Meier (Bauingenieurin), Jutta Potowski (Ausbilderin) , Annett Sprengel (Lehrerin)

Parallel dazu werden keramische Objekte von Susanne Hoppe, Andreas und Kristina Eberler gezeigt.

Auch die Vorbereitungen für ihre nächste Ausstellung im Rathaus Angermünde im Sommer 2016 haben schon begonnen. In dieser Ausstellung werden aufgrund des Raumangebots die Werke weiterer Kursteilnehmer und eine größere Vielfalt zu sehen sein.

Neue Mitstreiter sind immer herzlich willkommen.

(http://www.moz.de/heimat/lokalredaktionen/uckermark/artikel90/dg/0/1/1466271/0)


Bernd Pierschel

Der Bernauer Maler, Grafiker und Wanderfreund ist viel unterwegs – im Barnim und anderswo im Land Brandenburg, aber auch weit über deren Grenzen hinaus – am norddeutschen Wattenmeer, in Spanien, auf Mallorca oder Korsika. Dort, wo andere ihre Reiseeindrücke mit dem Fotoapparat dokumentieren, holt er den Zeichenblock und die Malutensilien aus der Tasche und hält seine Wahrnehmungen vorerst skizzenhaft fest. Das Skizzierte erhält dann im Aufarbeiten zu Hause eine neue Form. Nicht nur, dass er sich ein zweites Mal auf den Weg macht, seinen Eindrücken nachzusinnen, um sie dann künstlerisch als Impressionen zu Papier zu bringen, Bernd Pierschel wandelt zudem zwischen den künstlerischen Techniken – er aquarelliert, er zeichnet, er nutzt die verschiedenen Techniken der Druckgrafik. Er probiert sich in der Kaltnadelradierung ebenso aus wie im Holzschnitt, im Materialdruck oder in der Monotypie.

Bernd Pierschel, Jahrgang 1940, versucht sich in künstlerischen Ausdrucksweisen, seit er sich seines Rentnerdaseins erfreut. Das brachte ihm Freiräume, die er zuvor im Arbeitsalltag nicht hatte. Eine zunehmende Professionalität erlangte er im Zeichenzirkel der FRAKIMA-Werkstatt Bernau bei Sandra Zinke und Roswitha Hindemith. Seit 2009 arbeitet er in der Druckwerkstatt des Röntgentaler Grafikers Günter Blendinger, 2011 vermittelte ihm die bei Bad Freienwalde lebende Künstlerin Christine Hielscher die besonderen Feinheiten der Acrylmalerei. Der zunehmend professionelle Umgang mit künstlerischen Techniken brachte Pierschel öffentliche Erfolge. Ausdruck dessen sind zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen. Anlässlich der jährlich stattfindenden bundesweiten Freizeitkunstausstellung in Eberswalde wurde er mit ersten, zweiten und Ehrenpreisen geehrt.


Hartwig K. Neuwald

 

Die Ausstellung „Vergessene Gemäuer“ zeigt eine kleine Auswahl aus einer Serie von mehreren Hundert Arbeiten des Eggesiner Diplom-Malers und Grafikers Hartwig K. Neuwald.
Bei den dargestellten Gebäuden - Wohnhäuser, Stallungen, Scheunen, Speicher, Mühlen - handelt es sich um historische Bauten aus Fachwerk und Feldstein, die dem Zerfall preisgegeben sind und von denen einige heute schon nicht mehr existieren.

Anlass für Zeichnungen und Gemälde war die Tatsache, dass von der Öffentlichkeit kaum bemerkt,in den letzten fünfundzwanzig Jahren im ländlichen Raum viele Gebäude verschwanden.


Zerfallen, abgerissen oder bis zur Unkenntlichkeit modernisiert geht mit ihnen leider auch das einst Typische vieler Orte Vorpommerns und der Uckermark verloren.
Mit seinen Bildern möchte der Künstler auf diesen Zustand aufmerksam machen, die Menschen für die Problematik sensibilisieren und gleichzeitig diese Bauten für die Nachwelt dokumentieren.

Man wird der Persönlichkeit Hartwig K. Neuwald jedoch nicht gerecht, würde man ihn auf Malerei und Grafik beschränken. Er ist ein rastloser und umtriebiger Zeitgenosse, ein faszinierender Gesprächspartner. Ein Blick auf die Internetseite www.pommernart.de zeigt Neuwald auch als freier Journalist und Geowissenschaftler, Fotograf und Kulturhistoriker.


Joachim Brückner

Das handwerkliche und künstlerische Talent hat Joachim Brückner wahrscheinlich von seinem Vater geerbt, einem gelernten Bau- und Kunstschlosser. Aufgewachsen in Zella-Mehlis, streifte der gebürtige Schmalkaldener zunächst mit dem Fotoapparat durch die thüringischen Bachtäler und Wälder. Nach Abitur und Mechaniker-Lehre pflegte er diese Leidenschaft auch während der Studienzeit. In den 1970ern kam dann die Gartengestaltung hinzu. Erste Drechselarbeiten entstanden 1985.

Die Hinwendung zur Arbeit mit Naturwerkstoffen, zunächst Treibholz, Findlinge und Kalksteinfossilien, vollzog sich erst im Alter von 60. Heute bearbeitet Joachim Brückner auch Wurzel- und Altholz, eiszeitliche Geschiebe und Bernstein, verwendet Glaselemente und Keramiken. Das Drechseln wurde Passion. In seiner Werkstatt entstehen Nützliches, wie Leuchten, Kugeln und Kerzenständer, Phantasievolles, wie Treibholzobjekte, Gartendekorationen, Stelen, und manch anderes nicht Alltägliches.

Seit 2013 wohnt der Kunsthandwerker in Groß Ziethen, wo er auch Kurse zur Steinbearbeitung und Fossilienpräparation für Kinder und Jugendliche sowie Führungen im Grumsiner Buchenwald anbietet.